Tüchelbohrer

Bezeichnung: Tüchelbohrer (auch Teuchelbohrer oder Deichelbohrer)
Inventarnummer: 4827
Herkunft unbekannt

Zweck und Funktion
Als Wasserleitungen verwendete man früher ausgebohrte Föhren- oder Lärchenstämme mit einem Durchmesser von 15-20 cm und einer Länge von 3-4 Metern, die sogenannten Tüchel (bzw. Teuchel oder Deichel). Bei dieser Länge waren entsprechende Werkzeuge gefragt (wie eben der Tüchelbohrer), aber auch grosses Geschick bei der Handhabung der Werkzeuge, damit die Bohrung möglichst wenig vom Zentrum des Stamms abwich. Die als Tüchel vorgesehenen Stämme wurden in Wasser gelagert. Flurnamen zeugen noch heute vom alten Handwerk, wie z.B. die Teuchelweiherwiese in Winterthur.

Bezug zu Münsingen
Verwendung in weiten Teilen Europas, sicher auch in Münsingen.

Quellen
•        http://de.wikipedia.org/wiki/Deichel
•        Deutsches Wörterbuch der Brüder Grimm
•        Schweizerisches Idiototikon 

Varia
Der Name Tüchel stammt möglicherweise aus dem Lateinischen: ductus (wie in Aquädukt) = Leitung.