Tabakschneidemaschine

Tabakschneidemaschine

Bezeichnung: Tabakschneidemaschine
Inventarnummer: 5186
Herkunft: Schenkung Tabakfabrik Kost & Co. 1978 an die Heimatstube

Zweck und Funktion
Mit der Tabakschneidemaschine werden Tabakblätter zu Rohtabak geschnitten. 

Bezug zu Münsingen
Die Tabakfabrik Kost & Co. (Gottfried Kost und Willi Kuhn) übernahm 1923 die Herstellung von Tabakwaren von der Witwe des Drogisten Wismer (Vorläufer der Drogerie Lüthi, damals noch an der Bernstrasse 21 (heute Schuler-Weine). Das in den 1940er-Jahren florierende Geschäft machte 1941 einen Erweiterungsbau am Gerbegraben nötig. Dabei stiess man auf die Überreste einer römischen Villa Rustica mit Bad.  Die Blütezeit der Firma fiel in die 1950er-Jahre mit einer Produktion von 400 Mio. Zigaretten und 90'000 kg Pfeifentabak pro Jahr. Die Tubaki stellte 1975 ihren Betrieb ein.

Quellen
Ortsgeschichte inkl. Quellenmaterial dazu. (Ortsgeschichte S. 52, 178, 408, 411-413)

Varia
In der ganzen Schweiz bekannt war der Werbespruch für Kost-Zigaretten „Und jetzt eine Boston“. Dieser prangte unter anderem auch auf der Bahnseite des seinerzeitigen Lagerhauses an der Thunstrasse 50 (heute u.a. Müller-Transporte). Im Tabakmuseum findet sich noch ein Plakat, auf dem der spätere Bundesrat Villiger als Knabe für Boston-Zigaretten wirbt (zeitweise war die Firma Villiger an der Münsinger Tabakfabrik beteiligt).