Fidibus mit Schwefelhölzern

Fidibus mit Schwefelhölzern

Bezeichnung: Fidibus / Aschenbecher mit Zündholzständer
Inventarnummer 5014 (Ähnliche Objekte: 5015-5019, 5021, 5023)
Herkunft: Wahrscheinlich Sammlung Gafner.

Zweck und Funktion
Der aussen gerippte Zündholzständer dient als Reibfläche für das Entflammen der Zündhölzer. Der Name Fidibus wurde ursprünglich für einen harzgetränkten Holzspan als Anfeuerhilfe gebraucht und übertrug sich in der Schweiz auf diese Aschenbecher. Neben solchen aus Porzellan gibt es auch Fidibuse aus Messing und emailliertem Blech.

Bezug zu Münsingen
Solche Aschenbecher fanden sich fast in allen Haushalten. Der Konkurs des schwedischen Zündholzkönigs traf auf der ganzen Welt viele Kleinanleger (vermutlich auch in Münsingen), vor allem aber das nahe Kandertal mit seinen Zündholzfabriken (siehe unten).

Quellen
•        de.wikipedia.org/wiki/Ivar_Kreuger
•        de.wikipedia.org/wiki/Fidibus

Varia
Das Entfachen von Feuer gehört zu den ältesten Kulturtechniken. Erste Schwefelhölzchen kannte man in China schon vor 1000 n.Chr. Das heutige Sicherheits-Streichholz wurde 1848 erfunden. Das entsprechende Patent wurde an die schwedische Zündholzindustrie verkauft. Der schwedische Finanzjongleur Ivar Kreuger baute auf der Basis der nationalen Zündholzmonopole einen weltweiten Konzern auf, dessen Kollaps um 1930 auch das Kandertal mit seinen Zündholzfabriken schwer traf.